Videos von uns finden Sie auch bei YouTube:
http://www.youtube.com/user/ErHamburg
Was Sie schon immer über Hufe wissen wollten und warum Ihr Pferd keine Eisen tragen sollte, steht im Buch von Hiltrud Strasser mit dem Titel: Was spricht eigentlich gegen Hufbeschlag? Zwar streiten sich die Gelehrten noch, ob nun die konventionelle Hufbearbeitung durch Schmiede mit Eisen und Beschlägen richtig ist oder die alternativen Methoden, aber unsere Pferde laufen alle barfuß (auch im Sport!) und haben schönes Horn, keine Strahlfäule. Es war ein schwerer Weg dahin, aber ein guter.
Seit Frühjahr 2008 ist Christian Bornemann im Netzwerk dabei, gleichzeitig Hufschmied und Hufpfleger, eine sehr gute Kombination. Er steht für die Therapiepferde zur Verfügung, deren Besitzer sich (noch) nicht durchringen konnten, auf einen permanenten Hufschutz zu verzichten. Die anderen werden sorgfältig und zuverlässig von Dorle Jürgensen gemacht, die ihre Ausbildung bei Dr. Konstanze Rasch in der DHG absolviert hat.
Nach dem Besuch eines Hufseminars mit Udo Riedel in Hermannsburg weiß ich jetzt besser, wie ich meine Ansichten überzeugend vertreten kann! Kompromisslos. In Kombination mit der richtigen Haltung und Fütterung kann ein Pferd gut ohne Eisen gehen, auf JEDEM Belag. Den Beweis trete ich gern mit unseren eigenen Pferden an.
Eine ausführliche Fütterungsberatung habe ich von Dr. Dorothé Meyer / Firma IWest für meine 30 jährige Stute bekommen! Alles, ohne dass ich mich gezwungen gefühlt hätte, Produkte der Firma aus Hohenpeissenberg zu kaufen! Auf dem mehrseitigen Fragebogen sind Angaben über mein Pferd notwendig gewesen, die mich am Ende zum Schmunzeln gebracht haben: Was soll ich eintragen unter dem Punkt Training? Für eine Rentnerin, geboren 1979! Was mir besonders gefallen hat: Tierärztin Dr. Meyer vertritt die Ansicht, dass Pferde in erster Linie Gras und Heu brauchen, keine übertriebenen Futterzusätze und Nahrungsergänzungen! Bravo! Danke!
www.grovo.de
Akupunktmassage für Pferde nach Penzel. Volker Gross ist zwar nicht häufig hier
bei uns im Norden, wir halten jedoch Kontakt und tauschen uns aus. Ziel für die
Zukunft ist es, dass Volker Gross regelmäßige Besuche bei unseren
Therapiepferden abhält. Besonders spannend auf seiner Seite: Tanz mit Iman
(Erfahrungsbericht).
www.drsommermeier.com
Dr. Ina Sommermeier ist Humanmedizinerin mit Zusatzausbildungen in
Psychotherapeutischer Praxis (Traumatologie) und in perfekter Kombination dazu
FN-Reitlehrerin mit eigenen Ideen für hippogenes Training in Lüneburg. Ihr Buch "Pferdeschule - Menschenbildung"
hätte ich gern geschrieben, wenn es das nicht schon gäbe! Ihr Heft "Richtiges
Sitzen" aus dem Cadmos Verlag enthält viele einfache und doch außergewöhnliche
Übungen.
www.tierarztpraxis-wiebusch.de
Auf der Suche nach Erklärungen zu einer speziellen Behandlung meiner eigenen
Stute bin ich auf die Seiten von Dr. med.vet. Günter Wiebusch gestoßen und war
begeistert von seiner Einstellung, seiner Offenheit und seinem Lebensweg, sich
stets und ständig fortzubilden. Der Kontakt mit ihm ist für mich eine große
Bereicherung! Wer mit Tieren arbeitet, lernt ein Leben lang dazu und bleibt
nicht auf einer Stufe kleben.
www.pferdemedizin.com
Dr. Peter Schneider aus Hoya erklärt auf seinen Seiten viele Zusammenhänge, wie
Krankheiten bei Pferden entstehen und, was noch wichtiger ist, wie sie in
Heilung gebracht werden können. Besonders aufschlussreich fand ich dabei das
Hologramm der Zähne mit der Verbindung zu den jeweiligen Organen. Schneider ist
auch Autor (Gedanken altern nicht) und Referent bei Kongressen von
Schulmedizinern und Naturheilärzten.
www.merothisch.de
Den Firmengründer Erwin Meroth (gestorben im Jahr 2000) durfte ich auf dem
Hallenturnier in Bremen treffen und in Luhmühlen bei der Vielseitigkeit, um
ausführlich mit ihm zu diskutieren. Seine Arbeit, gebisslose und damit für
Pferde freundliche Zäumungen zu erfinden, hat mich beeindruckt, und meine
Freundin Martina probierte die Kombination bei ihrem Blüter Seppi aus, der bis
dato pullte oder gegen die Hand ging. Überzeugend! Einen Artikel von Erwin
Meroth persönlich finden Sie am Ende dieser Seiten, dazu einen Erfahrungsbericht
von Daniela Gilgen und einen Kommentar von mir.
www.1a-praxis.de
Mit sehr viel Aufwand und Bandbreite erklärt hier Markus Hoffmann viele Dinge
über Pferde und ihre Krankheiten, Haltung, Fütterung und Verhaltenskunde. Im
Forum werden Fragen von Lesern beantwortet, Tipps gegeben und Probleme erörtert.
www.zeckenbiss-borreliose.de
Internetseiten, die nicht nur für Reiter, Freizeitsportler und Spaziergänger
interessant sind, weil gerade diese häufiger der Gefahr von Zeckenbissen
ausgesetzt sind. Ernst Fischer erklärt hier ganz offen, wieso die meisten
Bluttests auf Borrelien fälschlicher Weise negativ sind und welche Anzeichen /
Folgen es für eine Infektion gibt. Ob der Weg zur wahren Heilung mit oder ohne
Antibiotika möglich ist, entscheidet aber jeder selbst.
www.hiltonherbs.com
Hilary Page Self aus England hat hervorragende Arbeit in der Phytotherapie
geleistet und für die Gesundheit der Pferde geforscht (Cushing Syndrom). Ihre
Firma Hilton Herbs liefert auch nach Deutschland Kräuter aus Pestizid freiem
Anbau! Ihre Arbeit erklärt Hilary in ihrem Buch 'Heilkräuter für Pferde' (Kosmos
Verlag). Dieses Werk gehört eigentlich in jede Stallapotheke zum schnellen
Nachschlagen oder intensivem Studium.
www.nutripferd.de
Produktinformation der Firma Neomed Pharma aus Lübeck, wobei hier auch einige
Texte und Fotos geladen werden können, mit deren Hilfe unangenehme Phänomene wie
das Sommerekzem bei Pferden erklärt werden. Neomed hat das Algenprodukt
entwickelt, dazu ein Hautöl und in den letzten Jahren auch ein
Fliegenschutzspray. Die Informationsbroschüre von Dr. Carla Olschewski zum Thema
Sommerekzem wurde übrigens von mir bearbeitet.
www.cordes-grasberg.de
Seit wir Strohmehl (staubfrei natürlich) von der Firma Cordes aus Grasberg als
Unterlage im Offenstall benutzen, habe ich einige Sorgen weniger. Es riecht
einfach besser im Stall, wir haben eine Matratze ohne Matratzenstreu und der
Pferdemist kompostiert leichter. Schließlich brauchen wir sogar sehr viel
weniger Stroh! Das Vernebeln von Effektiven Mikroorgamismen (EM) im Offenstall
sorgt zusätzlich für ein gutes Raumklima mit weniger Fliegen.
www.barefoot-saddle.de oder
www.das-sattelhaus.de
Seit meinem Wadenbeinbruch 2003 habe ich einen baumlosen Sattel der Marke
Torsion mit einem Merinopad. Die kostengünstigere Variante eines baumlosen
Sattels heißt Barefoot Saddle, von der Physiopraktikerin Sabine Ullmann
entwickelt. Davon haben wir auch einen, zusätzlich zum Torsion. Bei der Auswahl
des Sattels ist zu bedenken, dass ein entsprechend ausgerüstetes Physiopad (div.
Einlagen) zur Schonung des Rückens unerlässlich ist. Inzwischen
gibt es Modelle für Englischreiter wie auch Westernstyle, jeweils mit Zubehör
wie Bügelriemen und Gurten. Der Reiter sitzt etwas breiter auf den baumlosen
Sätteln, die besonders im Gelände sehr bequem sind, eine physiologische
Reitweise und sorgfältige Ausbildung des Pferdes aber nicht ersetzen! Reiter
über 90 Kilo verzichten besser auf den baumlosen Sattel. In jedem Fall gilt:
Auch baumlose Sättel müssen angepasst werden!
www.loewers-heu.net
Die Anschaffung der Heunetze war eine geniale Sache. Einfach zwischen zwei
Eichenpfählen aufgehängt und mit Karabinern ausgerüstet, lassen sie sich bei
durchweichtem und matschigen Boden einfach woanders anbringen. Bei norddeutschem
Schnee- und Schietwetter hängt das Heunetz auch mal im Offenstall. Das Befüllen
ist einfach, der Verlust an Heu, das runter getreten wird, gering, und die
Pferde sind länger mit der Futteraufnahme beschäftigt. Gymnastik der Halsmuskeln
inklusive. Die Klappen werden nach dem Befüllen einfach mit kleinen Karabinern
verschlossen. Weitere Info auch bei Wikipedia und bei uns unter Videos...
www.pferdezahnbehandlung.de
Die regelmäßige Zahnpflege der Pferde mindestens jährlich ist bei uns ein Muss.
Bei jüngeren Pferden empfiehlt sich ein Besuch des Dentisten sogar alle halbe
Jahr oder in noch kürzen Abständen, wenn sie sich im Zahnwechsel befinden. Lutz
Stelbe macht das bei uns und findet dank seiner Spezialausbildung die Ursache
von mäkeligen Pferden, die sich beim Reiten sperren, zieht behutsam Wolfszähne
und geht einfach klasse mit Pferden um. Es gibt Kollegen, die aus
Versicherungsgründen nur mit Sedierung arbeiten. Zum Glück kann Lutz bei uns
drauf verzichten, denn Sedierungen belasten das Pferd nur unnötig!
www.agrobs.de
Für den Übergang vom Winter ins Frühjahr bis zum Beginn der Weidesaison
(vorsichtig anweiden!) habe ich Agrobs entdeckt. Zwar brauchen selbst die
Senioren bei uns wegen ihrer guten Zähne noch keine eingeweichten Cobs, ich
greife aber gern auf Aspero und Senior zurück, um sie auf das Gras
vorzubereiten. Wie bei allem anderen Futter, das ich gebe, ergänze ich die
Ration gern mit einem kräftigen Schuss Pflanzenöl. Wenn ich
mal kein frisches Saftfutter bekomme, weiche ich auf Heucobs aus, die
eingeweicht werden müssen. Besonders die Senioren in der Herde leiden im
Frühjahr, wenn das Gras noch zu spärlich ist und freuen sich über die „Pampe“.
Bitte auch Öl dazu geben! Besonders froh und glücklich bin ich über die
Futterberatungen der Firma Wichert aus Stuhr:
www.kraeuterwiese.de
Bei Wichert habe ich neben
genialen Reparatursaaten und Kräutern zur Aussaat auch eine Lösung für das
Düngen gefunden. Endlich ein Spezialdünger extra für Pferdeweiden! Die Beratung
ist gewissenhaft und überaus freundlich. Im Angebot von Kräuterwiese Wichert
finden sich spezielle Futtermittel, die Zucker reduziert sind (ohne Melasse) und
Nahrungsergänzungsmittel, die Wicherts auf Auslandsreisen bei Pferden in der
Natur entdeckt haben. Mit der Zeitung Schatztruhe hält die Firma den Kontakt zu
den Kunden aufrecht und berichtet von wissenswerten Neuigkeiten aus der (Futter-)Szene.
Mein Dank gilt A. Wichert und W. Hartmann für den überaus freundlichen Bericht
in der Schatz über mich!
www.makana.de
Ingwer bestelle ich über Internet bei der Firma Makana, weil ich da sicher sein
kann, dass dieses Gewürz (z.B. aus Nigeria) schon eine bestimmte Schärfe hat, um
Wirkung zu zeigen. Hier bekomme ich auch Knoblauch und Seealgen, gutes Öl und
einzelne Gebinde wichtiger Kräuter. Wer Gesundheit auch auf sich ausdehnen
möchte und auf seinen Haushalt, kann bei Makana Waschnüsse und einige andere
Produkte für den Humanbereich entdecken.
www.heilpflanzen-suchmaschine.de
Trotz des Studiums zahlreicher Bücher und Publikationen (plus Kräuterwanderung)
über Heilkräuter und Giftpflanzen, stehe ich 'im wahren Leben' noch viel zu oft
vor einer Pflanze, die auf der Wiese wächst, und wundere mich, dass sie so
anders aussieht wie auf den Grafiken und Fotos! Dann nutze ich gern diese
Suchmaschine, die Heilkräuter gegenüber Giftpflanzen katalogisiert, über
Einsatzmöglichkeiten, Dosierung und Anwendung informiert.
www.homoeopathie-miasmatik.de
Schon lange beschäftigt mich die Frage, wie es zu Krankheiten überhaupt kommt,
warum manche Menschen oder Tiere erkranken und andere nicht, was Ursache und
Auslöser ist. Vergleiche zwischen Human- und Tiermedizin finde ich dabei nur
wenig abwegig, denn die Krankheitserreger machen selten einen Unterschied
zwischen den Spezies. Die Seiten von Roland Kauke haben mir dabei in vieler
Hinsicht die Augen geöffnet und mir sehr geholfen. Danke auch für den intensiven
Austausch per Mail, Herr Kauke!
www.entspannter-reiten.de
Mit der Kollegin Monika Köster aus Flensburg verbindet mich inzwischen eine
dicke Freundschaft. Monika kam im November 2007 zu uns zum Kurs
Alexander-Technik und Reiten. Vorher hatten wir Kontakt wegen ihres Pferdes
Vince, das unter Equinen Sarkoiden litt. Besonders stolz bin ich auf ihre
Leistung, selbst nicht mehr mit ihrem jungen Pferd auf Turnier zu gehen und
trotzdem bildet Monika noch ausgezeichnet Pferde aus. Eines, das von ihr
angeritten wurde, ging über die Auktion in Holstein in den Stall von Jörg
Kreuzmann! Gratuliere, gute Wahl!
www.meinpferdetraum.de
Es hat schon seine Gründe, warum ich nicht haargenau im Internet erkläre, nach
welcher Methode ich wie arbeite. Ich meine, dass es nicht genügt ein Buch zu
lesen und selbst drauflos zu therapieren. Fachliche Begleitung ist dringend
notwendig. Kelly Ruprecht zeigt auf ihren Seiten sehr schön, was ich nicht
besser sagen könnte! Auch, wenn sie auf vielen ihrer Fotos barfuß zu sehen ist,
was, wie sie ganz klar selbst unterstreicht, nicht nachahmenswert ist.
www.ani-problems.de
Mit der Kollegin Julia Dabelstein aus Ratekau bei Lübeck besteht eine
Kooperation, keine Konkurrenzsituation. Die Biologin hat sich vordergründig auf
die Behandlung von Hunden und Katzen spezialisiert, bei Pferden auf Verlade- und
Clickertraining. Es ist immer ein Vorteil, sich mit guten Kollegen beraten zu
können, denn nicht immer haben die Dozenten an unseren Ausbildungsstätten Zeit
für intensiven Austausch.
Lieblingsbücher (Reihenfolge beliebig und ständig ergänzt):
Kurd Albrecht von Ziegner: Elemente der Ausbildung
Linda Caine/Robin Royston: Ich pflück Dir den Mond vom Grunde des Meeres (Krüger Verlag)
Dr. Ina Sommermeier: Pferdeschule / Menschenbildung und das Heft "Richtig sitzen"
Peter F. Cronau: Pferdesport wohin? BLV Verlag
Lise Gast: Die Sache die man Liebe nennt (und andere Werke dieser Autorin)
U. Neumann: Wenn Kinder klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel
Allan Guggenbühl: Hast Du mal Zeit für einen Streit?
Walter Tschaikowski: Alexandertechnik / Besser reiten mit der Alexander-Technik
Dr. med. vet. Gerd Heuschmann: Finger in der Wunde
Kala Kos / John Shelby: Die Huna-Lehre / Serge Kahili King „Der Stadtschamane“
Christina Cerny: Heilgeheimnisse der Aborigines (Aboriginals)
Louise Hay: Heile Deinen Körper / Gesundheit für Körper und Seele
Clarissa P. Estees: Die Wolfsfrau
Katherine Neville: Das Montglane Spiel
A. Ungaro: Pilates
Ernst Hammes: EM Lösungen kompakt / Pferde
Rudolf G. Binding: Reitvorschrift für eine Geliebte
Irene M. Tschermak: Friedhelm aus Trakehnen
Klaus D. Biedermann: Steine brennen nicht
Robert Vavra : Das Einhorn lebt
Michael Poliza: Afrika (vorrangig Fotos, so etwas von super!)
Andreas
Ulrich/Spiegel: Das Engelsgesicht
Susan Cernak McEllroy: Tiere als Heiler
- Zum Schutz des Pferdemauls -
Von Erwin Meroth
Jeder, der sich mit Pferden beschäftigt, sollte sich immer und immer wieder fragen: Wie kann ich das Pferdemaul schützen? Es werden dem Pferd so viele "Hilfen" - gewollt oder ungewollt - vermittelt, dass Pferdemaul, Gaumen, Zunge und Kiefer ständig in Gefahr sind, Schaden zu nehmen.
Eine Reitweise, die das Pferd zum Gehorsam zwingt, ist eine brutale Vergewaltigung des Pferdemauls. Viele schmerzhafte Maulprobleme würden nicht auftreten, wenn die Zügelhilfen des Reiters korrekt eingesetzt würden. Kein anderes Tier auf der Erde bietet dem Menschen im Sport, zur Fortbewegung und zur gezielten Arbeitsleistung so viel wie das Pferd. Deshalb sollten wir das Pferdemaul nicht mit Zwang und Gewalt belasten, sondern r e i t e n l e r n e n. Je geschulter der Reiter, desto sanfter die Zügelhilfen!
Niemals sollte ein Kampf zwischen Pferdemaul und Reiterhand entstehen, sondern immer Harmonie angestrebt werden. Nur so kann eine Verständigung zustande kommen - ohne Belastung für den Kameraden Pferd. Es kann nicht im Sinne des Reiters sein, sich des Pferdes zu bedienen mit dem Ziel, sich selbst zu verwirklichen. Dem guten Reiter wird es immer am Herzen liegen, sein Pferd ohne Schmerzen sicher zu führen. Das Pferd wird es seinem Reiter durch freudige Mitarbeit danken.
Ledergebiss vermeidet Pullen
Von Daniela Gilgen
Da ich bei meinem Kleinpferd schon alles, von Trense
über Hackamore bis Kandare, erfolglos ausprobiert habe, bestellte ich die
MR-Zäumung bei Herrn Meroth in Köln.
Mein
Pferd wehrte sich gegen die Schmerzen im Maul und auf der Nase, die bei der
Trense oder dem Hackamore logischerweise entstehen. Entweder pullte sie, oder
sie lief mit unnatürlicher Kopfhaltung und dementsprechender Geschwindigkeit.
Ein Pferd, das Schmerzen hat, läuft immer dem Schmerz weg und wird immer
schneller.
Schon bei der ersten Benutzung stellte sich ein gewaltiger Erfolg ein, als ich
sie mit dem Ledergebiss ritt. Noch nie hatte ich ein Pferd, dass am langen Zügel
von alleine die Reiterhand suchte. Von Pullen etc. keine Spur mehr. Die
Kopfhaltung ist natürlich, und beim kleinsten Antippen der Zügel kommt der Kopf
herunter. Das Ledergebiss ist absolut schmerzfrei. Außerdem kann es ohne
Kopfstück geritten werden, was einen herrlichen freien Pferdekopf zum Vorschein
kommen lässt.
Anmerkung von Karola Bady:
Wer das Zahnhologramm kennt (Internet: Dr. Peter Schneider), reitet mit
zarter Hand oder gebisslos!
Bei einem Praxistest von „Pferde im Visier“ / Pferde Zirkel habe ich Kopf schüttelnd lesen müssen, dass die Autorin das Merothische Reithalfter recht gut fand, nur konnte sie bei ihrem Pferd damit keine seitliche Einwirkung erzeugen. Das bemängelte sie. Nun lese ich auch von Daniela Gilgen, dass ihr Pferd bei leichtem Antippen mit dem Zügel sofort den Kopf senkt! Hallo? Dafür ist Erwin Meroth, den ich ganz persönlich kennen lernen durfte und sehr geschätzt habe, nicht eingetreten! Ein Pferd wird nicht am Zügel nach unten gezogen! Es reagiert bei entsprechend guter Grundausbildung auf Gewicht und Schenkel des Reiters, tritt durch diese Hilfen verstärkt mit der Hinterhand unter den Schwerpunkt und wird dann, mit Impulsen über den Rücken, in Dehnungshaltung gehen. Nicht durch Zügel-„Hilfen“.
Buchbesprechungen / Kommentare zu publizierten Artikeln:
Weniger
erfreut war ich über die Inhalte der Buchbesprechung: "Die sanfte Schule der
Pferde" von Hilde Frye. Es ist ein Wagnis, wenn jemand von "einzig" oder
"einzigartig" redet. Andrea Kutsch ist sicher nicht die erste, die in
Deutschland nach Monty Roberts lehrt, ganz sicher ist sie nicht die Einzige,
denn es gibt seit Jahren schon eine durch Studium an einer anerkannten
Universität qualifzierte Linda Weritz und die verschiedenen Grade bei der
Ausbildung zur Pferdetherapeutin wie bei Linda Tellington-Jones Practioner
I,II,III und Pat Parelli (auch schlimm, weil nicht im Sinn der Pferde, sondern
bezeichnend dem Titel nach wenig natural und viel horsemenship). Wenn Monty
Roberts jetzt Lizenzen verteilt, dann auch um seine Idee zu schützen.
Die Methoden von M. Roberts sind mir nicht genug hinterfragt worden. Ich arbeite
seit über dreißig Jahren mit Pferden und habe mich auf die Psychologie der Tiere
spezialisiert in Anlehnung an die Natur. Bitte lesen Sie, was ich zu bemängeln
habe:
Monty Roberts ist nicht der Erfinder der neuen Methode im Umgang mit Pferden, er
ist nur sehr viel geschickter in der Vermarktung seiner Idee. Wer sich intensiv
mit der Ausbildung von Pferden und ihren Störungen befasst, entdeckt immer
Grundzüge des "Join up" schon in der Zeit, als die Kavallerie noch Pferde für
ihre Zwecke nutzte. Die guten Einflüsse dieser Ausbildung von Pferden sind heute
leider in der Ausbildung der Reiter verloren gegangen; sogar in der Ausbildung
vieler Ausbilder. Deshalb gibt es so viele Probleme bei Freizeitreitern und dazu
noch so wenig Kontrolle der Methoden bei den Sportreitern! Wer kontrolliert
diese Leute, die da wild in der Gegend herum korrigieren? Die besten Ausbilder
gehören nach wie vor an die Basis. Aber wo sind sie?
Die Natur der Pferde mit Herden- und Sozialverhalten ist die Grundlage der
Therapie von Pferde-auf-die-couch.de - diese Haltungsform gibt es in Deutschland
kaum. Hat sich die Autorin "Die sanfte Schule der Pferde" intensiv und kritisch
mit der Frage beschäftigt, was passiert, wenn Monty Roberts "gestörte Pferde"
wie durch Magie korrigiert und sie dann ihrem Besitzer wieder übergibt, der
diesen Lernprozess leider nicht mit dem Pferd gemeinsam durchgemacht hat? Dreht
ein Team von Imago-TV hinterher bei Pferden, die von Andrea Kutsch behandelt
wurden und überprüft das im Fernsehen gezeigte wundersame Ereignis? Es ist doch
der Mensch, der seine Verhaltensstörungen auf sein Pferd projiziert! ER gehört
auf die Couch!
Abgesehen davon, dass die Arbeit mit verhaltensauffälligen Pferden nichts mit
Magie oder Zauber zu tun hat, sondern einfach nur den Regeln der Natur folgt,
bezweifele ich inzwischen die Arbeitsweise von Monty Roberts und seinen Kollegen
wie Klaus Ferdinand Hempfling ("Tanzen mit Pferden"), die so viel unterwegs sind
und mit ihrer Geschäftsidee touren, dass sie es sich kaum noch erlauben können,
mit Pferden vernünftig und wirklich ohne Gewalt zu arbeiten, die sie auf diesen
Shows zum ersten Mal sehen. Monty Roberts sucht in den bekannten Fachmagazinen
früh genug Leute mit "Problempferden" für seine Shows, mit denen dann geübt
wird, damit es bei den Shows auch in Kürze der Zeit klappt! Seine Körpersprache
verrät, was wirklich der Motor seiner Arbeit ist!
Besonders stutzig hat mich gemacht, dass Hilde Frye diesen Fall von der Equitana
in ihrem Artikel zitiert. Ich war in der Grugahalle und frage mich, wie ein Mann
40 km zur Equitana reiten kann, weil sich sein Pferd nicht verladen lassen hat,
und wie er dann bei dem Straßenverkehr durch die Stadt bis zur Equitana gekommen
ist. Dieser Fall eines wütenden, fast cholerisch auf mich wirkenden
Pferdebesitzers ist das beste Beispiel dafür, solche Pferde auf keinen Fall an
den Eigentümer zurück zu geben! Im Film von Imago-TV soll ein Pony zum
Schlachter, weil es sich nicht mehr aufhalftern lässt. Warum wohl? Wer arbeitet
sonst mit den Pferdebesitzern, die Angst haben und das auf ihre Pferde
übertragen? "Join up", Knotenhalfter und ähnliche Methoden sind kein
Allheilmittel für alles, wenn sich der Mensch nicht fortbildet und mit seinem
Pferd gemeinsam lernt. In der Hand eines Amateurs, der nur mal eben einen Kurs
gesehen hat, sind diese Mittel absolut gefährlich!
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass mehr als 70 Prozent der Störungen bei Pferden
vom Menschen verursacht werden, der selbst Verhaltensstörungen hat. Die anderen
Fälle sind meist Haltungs- oder Fütterungsfehler. Deshalb habe ich mir ein
Netzwerk aufgebaut, das Schul- und Alternativmedizin bei Pferden kombiniert,
aber auch die Therapie beim Menschen beinhaltet (siehe Internet: Dr. Ina G.
Sommermeier über Google und meine Website / Lesetipps).
Probleme beim Verladen kommen bei meiner Klientel tatsächlich häufig vor. Das
liegt daran, dass kaum jemand bei der Reitausbildung lernt, mit dem Pferd vom
Boden aus zu arbeiten. Viele können ihr Pferd gar nicht richtig führen! Ist der
Mensch reif für diese Führungsrolle? In der Natur würde eine Leitstute, die sich
mehr als ein Mal täuscht, sofort abgewählt! Ein Pferd, das in einen Anhänger
soll und da angebunden wird, kann einfach dem Fluchtinstinkt nicht mehr folgen.
Es fährt nur aus Vertrauen mit, das ist wahr! Pferde suchen eine starke
Persönlichkeit, auch das ist wahr.
Wenn jemand mich anruft und über Verladeprobleme klagt, frage ich zuerst, wie
dieser Mensch denn Auto fährt und ob er oder sie schon mal hinten im Anhänger
mit seinem Pferd mitgefahren ist. Das Pferd kann im Gegensatz zum Autofahrer
nicht sehen, wohin die Reise geht und wann eine Kurve kommt oder dem Anhänger
ein Lkw begegnet, den das Pferd im letzten Moment durch die kleine Scheibe oder
als Schatten / unbekanntes Geräusch von hinten ausmacht. Zum Verladen und Fahren
von Pferden gehört eine Menge Verantwortungs- und Feingefühl. Das fehlt den
Menschen heute leider sehr oft. Aber sie lernen so etwas ja auch nicht in der
gewöhnlichen Reithalle bei "billigen" Ausbildern, die selbst schlecht
ausgebildet sind und keine Erfahrung haben wie Profis, die diesen Beruf noch von
der Pike auf gelernt haben.
Billiger Unterricht ist gewünscht, niemand denkt an die lange Zeit der
Ausbildung, die Fachleute durchlaufen müssen, an die Kosten, die ein Betrieb mit
gut ausgebildeten Schulpferden und Lehrkräften verursacht. Bei denen wird
nämlich erst mal kassiert: von der FN (Reiterliche Vereinigung), von der
Krankenkasse und Versicherungen. Nicht zuletzt durch das Finanzamt, wenn der
Betrieb schwarze Zahlen schreibt! Dagegen müssen Amateurreitlehrer und "wilde
Gurus" selten ihren Unterhalt mit Reitunterricht verdienen. Sie fischen einfach
im fremden Gewässer und haben oft in einem "ordentlichen Beruf" ihr Auskommen
mit einem Einkommen. Kontrolliert wird in der Szene leider niemand auf seine
Qualifikationen hin, ob er genug Sachkunde hat oder nicht. Nur so ist es
möglich, dass diese Gurus wie giftige Pilze aus mistigem Boden wachsen und einen
fruchtbaren Acker von Kunden finden, denen sie wirklich alles erzählen können!
Es ist nicht gewollt, dass diese Zeilen hier wie Futterneid wirken, um es mal in
der Sprache der Reiter zu sagen. Wahrscheinlich machen Sie sich kein Bild davon,
wie viele Leute sich einfach ein Pferd kaufen, ohne die geringste Ahnung zu
haben. Dann ist das Geld für eine ordentliche Ausbildung von Reiter und Pferd
nicht mehr drin, aber wenn nichts mehr geht, sollen die guten Ausbilder alles
zum Spottpreis richten, was die anderen verdorben haben. Dabei gilt mein
herzliches Mitgefühl eher den Pferden als den Verursachern dieser Probleme.
Karola Bady